Verband Hessischer Hundeschulen

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Ausdauer

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Zugelassen sind Hunde aller Rassen und Größen ab dem vollendeten 14. Lebensmonat bis zur Vollendung des achten Lebensjahres. Die FBH - Prüfung ist nicht erforderlich.

1. Zweck

Die Ausdauerprüfung soll den Beweis dafür liefern, dass der Hund imstande ist eine körperliche Anstrengung bestimmten Grades zu leisten, ohne danach erhebliche Ermüdungserscheinungen zu zeigen. Bei den Körperverhältnissen des Hundes kann die geforderte Anstrengung nur in Laufleistung bestehen, von denen wir wissen, dass sie erhöhte Anforderungen an die inneren Organe, besonders das Herz und die Lungen und ebenso die Bewegungsorgane selbst, stellen, bei denen aber auch andere Eigenschaften, wie Temperament und Härte, zur Auswirkung kommen. Die mühelose Bewältigung der Leistung sehen wir als Beweis für die körperliche Gesundheit und das Vorhandensein der von uns gewünschten Eigenschaften an. Beides ist die Vorbedingung um mit dem Hund Sport zu treiben.


2. Anmeldung

Die Ausdauerprüfung wird von der Hundeschule veranstaltet. Sie ist in den Sommermonaten nur in den frühen Vormittagsstunden oder in den späten Nachmittagsstunden durchzuführen. Die Außentemperatur darf nicht wesentlich über 22 C liegen. Die Anmeldung des Hundes hat schriftlich bei der Hundeschule zu erfolgen. Bei der Anmeldung des Hundes sind alle bekannten Daten des Hundes und die Leistungsnachweise vorzulegen.


3. Haftung

Falls im Verlauf einer Ausdauerprüfung ein Hundeführer oder dessen Hund einen körperlichen Schaden erleiden sollte, kann hierfür weder die Hundeschule noch der Verband Hessischer Hundeschulen haftbar gemacht werden.


4. Zulassung

Zugelassen zu einer Ausdauerprüfung sind maximal 20 Hunde bei einem Leistungsrichter. Bei mehr als 20 Hunden muss ein zweiter Leistungsrichter hinzugezogen werden. AD und BH kann innerhalb einer Veranstaltung für denselben Hund erfolgen, sofern er gesundheitlich dazu in der Lage ist. Es dürfen nur gesunde und gut durchtrainierte Hunde zugelassen werden. Zu schwache Hunde, heiße, trächtige oder säugende Hündinnen dürfen nicht zugelassen werden. Bei allen Hunden erfolgt die allgemein übliche Unbefangenheitsüberprüfung. Alle Teilnehmer haben dem Leistungsrichter ihren und den Namen ihres Hundes bekannt zu geben. Der Leistungsrichter hat sich gemeinsam mit dem Tierarzt zu überzeugen, ob der Hund in einer guten Verfassung ist. Der Hundeführer muss sich während der Prüfung sportlich verhalten. Verstöße gegen die Bestimmungen der Ausdauerprüfung können mit dem Verbot der Teilnahme geahndet werden. Die Entscheidung trifft in jedem Falle der Leistungsrichter, sie ist nicht anfechtbar.


5. Bewertung

Punkte und Wertnoten werden nicht vergeben, sondern nur „Bestanden" oder „Nicht bestanden". Wenn die Ausdauerprüfung bestanden wird, wird das Kennzeichen „AD" zuerkannt.


6. Gelände

Die Ausdauerprüfung soll auf Straßen und Wegen von möglichst verschiedener Beschaffenheit abgehalten werden. Es kommen asphaltierte, gepflasterte und ungepflasterte Straßen und Wege in Betracht.


7. Durchführung der Ausdauerprüfung

Zurücklegen einer Strecke von 5 km (kleine Hunde bis 45 cm), 10 km (mittelgroße Hunde 46 bis 65 cm) oder 20 km (große Hunde ab 66 cm) in einem Tempo von 10-15 km/h.

7.1 Laufübung

Der Hund hat, laut StVo, angeleint an der rechten Seite des Hundeführers in normalem Trab neben dem Fahrrad zu laufen (Cross- und Mountainbikes und Rennräder sind nicht erlaubt). Ein überhastetes Laufen ist zu vermeiden. Die Leine muss entsprechend lang gehalten werden, damit der Hund die Möglichkeit hat, sich dem jeweiligen Tempo anzupassen. Leichtes Ziehen an der Leine (Vorprellen) ist nicht fehlerhaft, jedoch ständiges Nachhängen des Hundes. Nachdem 8 km von den mittelgroßen und großen Hunden zurückgelegt sind ist eine Pause von 15 Minuten einzulegen. Während dieser Zeit hat der Tierarzt alle Hunde auf etwaige Ermüdungserscheinungen zu beobachten. Übermüdete Hunde sind von der weiteren Prüfung auszuschließen. Nach der ersten Pause sind für die großen Hunde weitere 7 km zurückzulegen und es ist eine weitere 20minütige Pause einzulegen. In dieser Pause wird den Hunden die Gelegenheit gegeben sich frei und zwanglos zu bewegen. Kurz vor der weiteren Laufübung hat der Tierarzt die Hunde auf Ermüdungserscheinungen und wundgelaufene Pfoten zu überprüfen. Übermüdete Hunde und Hunde mit wunden Pfoten sind von der weiteren Prüfung auszuschließen. Nach Beendigung der Prüfung ist erneut eine Pause von 15 Minuten einzulegen, auch hier wird der Hund auf Ermüdungserscheinungen und wunde Pfoten überprüft. Übermüdete Hunde und Hunde mit wunden Pfoten sind von der weiteren Prüfung auszuschließen. Leistungsrichter und Tierarzt sollen die Hunde nach Möglichkeit selbst auf dem Fahrrad begleiten, sie können aber auch mit dem PKW folgen. Anmerkungen zu den Hunden sind schriftlich festzuhalten. Es ist erforderlich den Prüflingen mit einem PKW zu folgen, damit Hunde, bei denen Schwächen oder Verletzungen erkennbar sind, mit dem KFZ transportiert werden können. Hunde die das vorgegebene Mindesttempo nicht durchhalten können die Ausdauerprüfung nicht bestehen.

7.2 Unterordnung

Nach Beendigung der Laufübung haben auf Anweisung des Leistungsrichters die Hundeführer mit ihren Hunden „bei Fuß" Aufstellung zu nehmen. Jeder Teilnehmer hat nach Aufruf mit seinem Hund Unterordnungsübungen entsprechend des Ausbildungsstandes zu zeigen. Die Übungen können an lockerer Leine gezeigt werden. Die Ausführungen dieser Übungen müssen nach den Bestimmungen der Begleithund - Prüfungsordnung geschehen, jedoch hat die Abgabe von Schüssen zu unterbleiben.

Zur Beachtung

Die Hundeschule hat den Treffpunkt (Abfahrt) der Prüfungsteilnehmer so festzulegen, dass für alle Teilnehmer möglichst der gleiche Anfahrtsweg besteht. Hierdurch soll vermieden werden, dass Hunde mit einer längeren Anfahrt zusätzlich belastet werden. Den Hunden ist vor Beginn der Ausdauerprüfung ausreichend Gelegenheit zu geben, sich zu lösen.


Es ist strengstens verboten vor und während der Prüfung oder in den Pausen Alkohol zu sich zu nehmen!!!