Verband Hessischer Hundeschulen

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Eignungstest Rettungssporthund

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Zugelassen sind Hunde aller Rassen und Größen.

Allgemeines

 

Ein Hund kann in einem Alter von mind. 12 Monaten zum Eignungstest zugelassen werden.

Zugelassen sind Hunde aller Rassen, die körperlich und in ihrer sonstigen Veranlagung zum Ablegen eines solchen Testes geeignet sind und über gutes Wesen und gute Nasenveranlagung verfügen. Der Hundeführer/in muss die Sachkunde des VHH besitzen.

Der vorgestellte Hund muss gesund sein und darf keine offensichtlichen Auffälligkeiten aufweisen.
Sollte sich der Hund während des Eignungstestes verletzen ist eine Wiederholung nach Genesung möglich.
Eine heiße Hündin wird zum Eignungstest zugelassen, ist jedoch als letzter Hund vorzustellen.
Der Hund darf während des gesamten Eignungstestes nicht unter dem Kommando des Hundeführers/in stehen. Er ist angeleint, aber unbeeinflusst vom Hundeführer/in zu führen.
Der Hund wird hinsichtlich seines Sozialverhaltens gegenüber Menschen und anderen Hunden überprüft. Weiterhin wird sein Verhalten unter verschiedenen Umwelteinflüssen getestet.

Falls der Hund sich ängstlich oder unsicher zeigen sollte, ist eine Unterstützung durch den Hundeführer/in zulässig.
Sollte der Hund jedoch während den Überprüfungen Aggressionen aufweisen oder gar in Panik verfallen, führt dies zum Ausschluss. Eine Wiederholung ist dann nicht möglich.

Abnahme berechtigt sind nur Leistungsrichter des Verbandes Hessischer Hundeschulen.

 


Die Prüfungsordnung ist unterteilt in:

 

  1. Kontakt mit fremden Personen / Einengung durch fremde Personen
  2. Aufnahme durch eine fremde Person und tragen lassen
  3. Kontakt mit auffälligen Personen (Kleidung, Körperhaltung)
  4. Verhalten unter Einfluss verschiedener Geräusche
  5. Verhalten unter Einfluss verschiedener Gegenstände
  6. Verhalten bei Begegnung mit fremden Hunden
  7. Überprüfung des Spieltriebes
  8. Verhalten bei Feuer und Rauch

Die Übungen müssen nicht in der Reihenfolge 1 - 8 abgehandelt werden.

Eine Gesamtbewertung bzw. Bewertung in den Abteilungen 1 bis 8 nach Noten findet nicht statt. Die Bewertung wird mit „Gut geeignet", „geeignet“ oder „Nicht geeignet" vorgenommen.


Ausführungsbestimmungen:

 

1. Kontakt mit fremden Personen / Einengung durch fremde Personen

Zu Beginn der Unterordnung hat sich der HF beim LR anzumelden. Dabei erscheint der HF mit seinem angeleinten Hund und meldet sich in Grundstellung beim LR.
Dabei muss der Hund sich anfassen lassen und bei der Begrüßung des Hundeführers/in ruhig sitzen bleiben. Anschließend geht der Hundeführer mit dem Hund in eine Gruppe von mind. 4 Personen. Hier wird der Hund durch die Personen bedrängt. Der Hund sollte sich nicht ängstlich oder unsicher zeigen. Bei den kleinsten Anzeichen von Aggressivität führt dies zum Ausschluss des Hundes.

2. Aufnahme durch eine fremde Person und tragen lassen

Der Hund wird vom Boden oder einer erhöhten Stelle (z.B. Steg) von einer fremden Person weggehoben, ca. 10 m getragen und anschließend wieder abgesetzt.
Der Hund darf weder gegen seinen HF noch gegen die Hilfspersonen Aggression zeigen. Der Hund muss bei dieser Übung einen Maulkorb tragen.

3. Kontakt mit auffälligen Personen (Kleidung, Körperhaltung)

Ein oder mehrere Personen kommen mit unterschiedlicher Kleidung (Motorradfahrer mit Helm, Gehbehinderter Mann mit Stock oder Krücken, eine schreiende Person etc.) auf den Hund zu. Der Hund sollte sich nicht ängstlich oder unsicher zeigen. Bei den kleinsten Anzeichen von Aggressivität führt dies zum Ausschluss des Hundes.

4. Verhalten unter Einfluss verschiedener Geräusche

Der Hundeführer/in geht mit seinem Hund an der Leine durch einen Parcours oder Kreis. Hier werden durch fremde Personen verschiedene Geräusche (z.B. Blechtrommel, Rollstuhl, Tonne, Rasenmäher, aufspannen eines Schirmes etc.) dem Hund nahegebracht. Der Hund sollte sich nicht ängstlich oder unsicher zeigen.

5. Verhalten unter Einfluss verschiedener Gegenstände

Der Hundeführer/in geht mit seinem Hund an der Leine über verschiedene Gegenstände (z.B. Tunnel, Brücke, Steg, Autoreifen, Steilwand etc.) Der Hund geht an lockerer Leine ohne dass er das Kommando „Fuß“ bekommt. Ein Tunnel, eine Brücke sowie ein Steg müssen bei dieser Übung auf jeden Fall dabei sein. Zeigt sich der Hund ängstlich oder scheu, scheidet er von der Prüfung aus.

6. Verhalten bei Begegnung mit fremden Hunden

Auf einem Parkplatz oder sonstigen freien Platz, jedoch nicht im öffentlichen Verkehrsraum (versicherungstechnisch), laufen für den Hund fremde Personen und Hunde dem HF und dessen angeleinten Hund entgegen.
Den Personen und Hunden gegenüber hat sich der Hund gleichgültig zu verhalten.

7. Überprüfung des Spieltriebes

Der Spieltrieb kann mit Futter oder Spielzeug überprüft werden. Der Hundeführer/ teilt dies vorher dem Leistungsrichter mit. Mindestens 6 Personen bilden einen Kreis. Der Hund wird in einem Kreis mit Futter oder Spielzeug jeweils von einer Person abgerufen. Anschließend geht der Hundeführer/in mit seinem freifolgenden Hund ohne das Kommando „Fuß“ durch die Gruppe und hält in der Mitte an. Der Hund setzt sich ab.

8. Verhalten bei Feuer und Rauch

Der Hundeführer/in geht mit seinem angeleinten Hund in einem Abstand von ca. 2 m an einer Feuerstelle vorbei. Anschließend hält der Hundeführer/ mit seinem Hund an und der Hund setzt sich ab. Der Hund sollte sich unbeeindruckt vom Feuer bzw. Rauch zeigen.

Unbefangenheit

 Auf die Unbefangenheit des Hundes ist während des gesamten Testes besonderer Wert zu legen.