Verband Hessischer Hundeschulen

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start > Prüfungsordnungen > Fährte F1 u F2

Fährte F1 u F2

E-Mail Drucken PDF

Allgemeine Bestimmungen - Zulassungsbestimmungen


Zulassungsalter: 
Die Fährte F1 und F2 wird als Einstiegsfährte bewertet. Voraussetzung zu einer Prüfung ist die Familienbegleithundprüfung.
Der Prüfungsteilnehmer muss zur Zeit der Prüfung (Prüfungstag) Kursteilnehmer in einer Hundeschule sein, welche dem VHH angehört.

Es können 100 Punkte erreicht werden.

Folgende Wertnoten können vergeben werden:


  •  Vorzüglich - (v) - 96 - 100 Punkte
  •  Sehr gut - (sg) -  90 - 95 Punkte
  •  Gut - (g) -           80 - 89 Punkte
  • Befriedigend - (b) - 70 - 79 Punkte
  • Mangelhaft - (m) - 50 - 69 Punkte
  • Ungenügend - (u) - 0 - 49 Punkte



Fährtenarbeit 

Die Abgangsstelle ist durch ein Schild zu kennzeichnen, welches links direkt am Ansatz steckt und dort während der Fährtenarbeit verbleibt. Der Fährtenleger verweilt am Ansatz (leichtes Betreten ist erlaubt).
Die Fährte bei F 1 (eigene Fährte) ist ca. 250 Schritte lang mit einem Winkel nach rechts oder links (L - Form). Nach ca. 150 Schritten wird ein 90° Winkel im normalen Gang gelaufen. Es werden 2 Gegenstände ausgelegt. Der erste Gegenstand wird nach ca. 100 Schritten gelegt, der zweite Gegenstand am Ende der Fährte. 


Die Fährte bei F 2 ist ca. 600 Schritte lang mit 3 Schenkeln und zwei 90° Winkeln mit insgesamt 2 Gegenständen. Die Fährte kann nach rechts oder nach links gehende Winkel haben. Der erste Gegenstand kann auf dem ersten oder zweiten Schenkel abgelegt werden. Der zweite Gegenstand wird am Ende der Fährte abgelegt.

Verweisen und Aufnehmen der Gegenstände:
Das Verweisen der Gegenstände hat überzeugend, in Suchrichtung und unmittelbar am Gegenstand zu erfolgen. Leicht schräges Verweisen ist nicht fehlerhaft. Seitliches Verweisen des Gegenstandes oder starkes Drehen zum Hundeführer ist fehlerhaft. Das Verweisen der Gegenstände kann stehend, sitzend, liegend oder im Wechsel erfolgen.

Winkel:
Die Winkel sind sicher auszuarbeiten. Ein Überzeugen, ohne die Fährte zu verlassen, ist nicht fehlerhaft. Kreisen am Winkel ist fehlerhaft. Nach dem Ausarbeiten der Winkel hat der Hund im gleichen Tempo weiterzuarbeiten.

Suchleistung:
Der Hund hat mit tiefer Nase intensiv dem Fährtenverlauf gleichmäßig zu folgen. Eine zügige oder langsame Suchleistung ist kein Kriterium bei der Bewertung, wenn die Fährte gleichmäßig und überzeugend ausgearbeitet wird. Die Fährtenleine kann durchhängen, jedoch darf keine gravierende Verkürzung der Distanz zum Hund entstehen. Bodenberührung ist nicht fehlerhaft. Die Länge der Fährtenleine beträgt 10 m.

Bei der F 1 wird 20 Minuten nach Beendigung des Fährtenlegens der Hund zum Suchen angesetzt.
Bei der F 2 wird 30 Minuten nach Beendigung des Fährtenlegens der Hund zum Suchen angesetzt.

Fährtenfähiger Untergrund:
Wiese, Acker und Waldboden - alle natürlichen Böden. Sichtfährten sind möglichst zu vermeiden.

Fährtengegenstände:
Innerhalb einer Fährte müssen unterschiedliche Gegenstände verwendet werden. Sie dürfen sich farblich nicht wesentlich vom Gelände abheben und die Größe einer Brieftasche nicht überschreiten.

Material der Gegenstände:
Leder, Kunstleder, Textilien und Holz

Bewertung F 1:
Für die Ausarbeitung eines Schenkels gibt es 40 Punkte, Verweisen eines Gegenstandes 5 Punkte, Ausarbeitung des Winkels 10 Punkte (bei der Punktvergabe ist der Ansatz beim ersten Schenkel beinhaltet).

Bewertung F 2:
Der erste Schenkel beinhaltet den Ansatz und wird mit 27 Punkten bewertet. Der zweite Schenkel beinhaltet den ersten Winkel und wird mit 27 Punkten bewertet. Der dritte Schenkel beinhaltet den zweiten Winkel und wird mit 26 Punkten bewertet. Die Gegenstände werden mit je 10 Punkten bewertet.