Montag, den 09. April 2012 um 10:10 Uhr
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Flocke macht glücklich

Vorsichtig legt Willi Wagler seine Hand aufs weiche Hundefell. Berner Sennenhund Flocke legt seinen Kopf in Wag­lers Schoß, stupst ihn mit der Schnauze an, schaut treuher­zig. Und der alte Herr im Roll­stuhl gluckst vergnügt.

Hunde haben auf Menschen oft große Wirkung. Sie können beruhigen, trösten, fröhlich machen. Eben diese Wirkung gilt es auszunutzen, findet Hundetrainerin Doris Schöneg­ge von der Hundeschule im Na­turpark Diemelsee.  Für  den Verein der tiergestützten The­rapie bildet sie Vierbeiner zu Therapiehunden aus. Einge­setzt werden die Tiere in Alten­heimen, integrativen Kinder­gärten, psychiatrischen Abtei­lungen. Sie arbeiten stunden­weise unterstützend als eine Art Co-Therapeut mit kranken und behinderten Menschen was sie von den „Besuchshun­den" unterscheidet, die mehr zum Kuscheln und Spielen in Einrichtungen kommen, wie Doris Schönegge erklärt.

Vier Hunde samt Besitzern durchlaufen bei ihr zurzeit die Ausbildung zum Therapiehund: Heike Lüttke mit Elvis aus Diemelstadt, Heike Eschler mit Calle aus Waldeck, Marion Schlüter mit Oskar aus Diemel­see sowie Nicole und Markus Rynek mit Enya aus Marsberg nehmen an dem einwöchigen Crash-Kurs teil. Mit Theorie und Praxis vollgepackte Tage fordern Hund und Herrchen. Denn beide sind ein Team - Sie alle haben ihr eigenes Ziel. Heike Eschler möchte ih­ren Dalmatiner bei ihrer Arbeit als Famiüentherapeutin nut­zen, während Heike Lüttke mit unruhigen, hyperaktiven Kin­dern arbeiten will. Und Marion Schlüter hat durch ihre eigene Erkrankung gemerkt, wie gut ihr der Hund tut, und möchte das gern weitergeben.

Mindestens zwei Jahre alt muss ein Hund sein, um teil­nehmen zu können. Bei einer Aufnahmeprüfung wird getes­tet, ob das Tier sich eignet. Die Ausbildung selbst ist umfang­reich und findet in verschiede­nen Einrichtungen statt. Und auch nach Abschluss muss kontinuierlich gearbeitet wer­den - schließlich ist der Hun­de-Einsatz anspruchsvoll. Kontakt: Doris Schönegge, 02991/96 28 16

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